Eilmeldung

Eilmeldung

China verärgert über Treffen Sarkozys mit Dalai Lama

Sie lesen gerade:

China verärgert über Treffen Sarkozys mit Dalai Lama

Schriftgrösse Aa Aa

Die französische Supermarktkette Carrefour könnte in China schwierigen Zeiten entgegengehen. Denn das Treffen des Dalai Lama mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy verärgert Peking. Viele Chinesen fordern deshalb einen Boykott französischer Produkte. “Die chinesische Regierung muss klar Stellung beziehen”, so ein Mann aus Peking. “Für Frankreich ist es unpassend, jemanden wie den Dalai Lama zu treffen.”

Bereits im Frühjahr hatten chinesische Konsumenten französische Produkte boykottiert – wegen der protibetischen Demonstrationen während des Olympischen Fackellaufes in Paris. Französische Geschäftsleute befürchten nun erneut negative Auswirkungen. “Wir spüren es schon jetzt”, klagt ein Restaurantbesitzer, “an den Reaktionen der chinesischen Kunden. Dabei sind wir bisher gut miteinander ausgekommen.” Ein anderer Geschäftsmann hofft, dass es nicht allzu schlimm wird – und dass sich die Beziehungen zwischen Frankreich und China bald wieder entspannen.

Eine brisante Situation, gerade in Zeiten der Finanzkrise. Immerhin war Peking im Vorjahr Frankreichs achtgrößter Handelspartner. Rund 8.000 französische Unternehmen liefern Waren nach China.