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Gewaltsame Unruhen weiten sich aus

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Gewaltsame Unruhen weiten sich aus

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Die Unruhen nach dem Tod eines 15-Jährigen bei
Zusammenstößen zwischen Autonomen und der Polizei in Athen haben sich fortgesetzt.

Ein Jugendlicher war bei einer Demonstration von Autonomen durch die Kugel eines Polizisten gestorben. Der Polizist sagte, er sei mit seinem Kollegen im Streifenwagen angegriffen worden und habe daraufhin Warnschüsse abgegeben. Ein Querschläger habe den 15-Jährigen getötet.

Nach Darstellung von Augenzeugen schoss der Polizist direkt in die Richtung des Jungen.
Die Behörden leiteten Ermittlungen ein. Beide Beamten, der Schütze und sein Kollege, wurden vorläufig festgenommen.

Bei einer zunächst friedlich verlaufenen Demonstration hatten heute nachmittag mehr als 4000 Menschen gegen die Polizeigewalt protestiert.
Die Demonstration artete dann jedoch in Ausschreitungen aus, bei denen Schaufenster zerschlagen und Autos in Brand gesetzt wurden.

Zu Gewalt kam es auch in mehreren nordgriechischen Städten und auf Kreta und Korfu. In Thessaloniki griffen Randalierer mit Brandflaschen eine Polizeiwache an.