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Jugendkrawalle halten an

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Jugendkrawalle halten an

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In Griechenland zeichnet sich kein Ende der Jugendunruhen ab. In Athen demonstrierten erneut Jugendliche wegen des Todes eines 15-Jährigen. Zwar haben zwar fast alle jugendlichen Demonstranten das Polytechnikum verlassen, in dem sie sich verbarrikadiert hatten. Mehrere tausend Schüler gingen aber auf die Straße und behinderten U- und Straßenbahn. In Thessaloniki lieferten sich am Montagvormittag erneut mehrere hundert Studenten eine schwere Straßenschlacht mit der Polizei. Aus Protest blieben am Montag alle Schulen geschlossen. Viele Schüler haben die Gebäude besetzt.

Die Lehrer begannen einen dreitägigen Sympathiestreik. In der Nacht hatten sich Polizei und vermummte Jugendliche in mehreren Städten weitere Straßenschlachten geliefert. Ausgelöst wurden die Krawalle durch die Erschießung eines 15-jährigen durch die Polizei am späten Samstagabend. Gegen die beteiligten Beamten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes eingeleitet. Der Todesschütze sagt, er habe lediglich Warnschüsse abgegeben. Seit den Todesschüssen ist Griechenland nahezu ununterbrochen in Aufruhr.