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Schweinefleischskandal wird teuer

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Schweinefleischskandal wird teuer

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Der Skandal um chemisch belastetes Schweinefleisch aus Irland kommt das Land teuer zu stehen. Nach Einschätzung des Verbands der irischen Schweinefleisch-Erzeuger beläuft sich der Schaden für die Branche auf rund 100 Millionen Euro.

In Schlachtfleisch einiger Betriebe waren überhöhte Werte des krebserregenden Dioxins festgestellt worden.

Mit der Ausfuhr von Schweinefleisch in EU-Staaten – vor allem nach Großbritannien – erzielt Irland Einnahmen von rund 750 Millionen Euro pro Jahr. Das verseuchte Fleisch wurde nach Angaben der Europäischen Kommission in zahlreiche EU-Staaten geliefert, darunter auch Deutschland. Professor Andreas Hensel vom Bundesinstitut für Risikobewertung erklärte, man möge auf den Verzehr von Schweinefleisch aus Irland verzichten, Schweinefleisch aus anderen Ländern sei nicht betroffen.
Österreich und die Schweiz sind nach bisherigem Erkenntnisstand nicht betroffen.
Unterdessen teilte die EU-Kommission mit, dass Dioxin-verseuchtes Tierfutter in Irland
auch an Rinderzüchter geliefert wurde; das Fleisch werde nun untersucht.