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Massiver Stellenabbau bei Sony - Japan sinkt weiter in die Rezession

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Massiver Stellenabbau bei Sony - Japan sinkt weiter in die Rezession

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Die weltwirtschaftliche Krise zwingt den japanischen Elektronikriesen Sony zu dramatischen Sparmaßnahmen: Der Konzern kündigte den Abbau von weltweit 16.000 Arbeitsplätzen an. Außerdem will Sony Investitionen drosseln, Produktion auslagern und sich von unprofitablen Geschäftsbereichen trennen.

Auf diese Weise sollen bis März 2010 rund 340 Millionen Euro eingespart werden. Sony ist der zweitgrößte Hersteller von Konsumelektronik der Welt. Drei Viertel seines Umsatzes wird von Fernsehern, Laptops und der Spielkonsole Playstation erwirtschaftet. Der Rest entfällt auf Computerspiele und die Spielfilmproduktion.

Sony hatte bereits in der Vergangenheit
schmerzhafte Umstrukturierungen begonnen, deren Effekt allerdings wegen der Folgen der globalen Finanzkrise verpuffte.

Japan ist aufgrund seiner starken Exportabhängigkeit besonders betroffen. Im dritten Quartal rutschte das Land tiefer in die Rezession als befürchtet. So schrumpfte die Wirtschaftsleistung zwischen Juli und September um 1,8 Prozent. Frühere Prognosen hatten sich um den Wert des Vorquartals, nämlich 0,4 Prozent bewegt.

Für das nächste Jahr wird ein Andauern der Rezession erwartet. Die Regierung in Tokio rief die Bevölkerung auf, Geduld zu haben. Zugleich arbeitet das Kabinett an Konjunkturmaßnahmen.
Kritiker werfen der erst seit zehn Wochen amtierenden Regierung indes vor, nicht genau zu wissen, wie dieses Geld ausgegeben werden soll.