Eilmeldung

Eilmeldung

Festnahmen in China am 60. Jahrestag der Eklärung der Menschenrechte

Sie lesen gerade:

Festnahmen in China am 60. Jahrestag der Eklärung der Menschenrechte

Schriftgrösse Aa Aa

Ausgerechnet am 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen hat es in China wieder mehrere Verhaftungen gegeben. Zwei Dutzend Demonstranten protestierten vor dem Außenministerium in Peking gegen fortgesetzte Misshandlungen von Angehörigen in chinesischen Arbeitslagern. Die Demonstranten wurden von der Polizei abgedrängt und mit einem Bus fortgebracht. Außerdem wurde in China heute einer der wichtigsten Dissidenten, der Autor und Vorsitzende des chinesischen Pen-Clubs, Liu Xiaobo, festgenommen. Bei einer Feierstunde in Berlin, an der auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnahm, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier, man dürfe nicht schweigen, auch nicht gegenüber China, gerade an diesem Tag. Liu Xiaobo war in Haft genommen worden, nachdem er zusammen mit 300 anderen Intellektuellen und Bürgerrechtlern einen Appell für mehr Demokratie und Freiheit in China unterzeichnet hatte. Auch in vielen anderen Ländern wurde mit Festveranstaltungen an die Unterzeichnung der Menschenrechts-Erklärung durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen am 10. Mai 1948 erinnert.