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Neue Ausschreitungen trotz Friedensappells

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Neue Ausschreitungen trotz Friedensappells

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In Athen ist es am fünften Tag in Folge zu Ausschreitungen zwischen Randalierern und der Polizei gekommen. Mehrere hundert Autonome hatten sich aus einer friedlichen Kundgebung gelöst und Molotowcocktails und Steine geworfen. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben.

Mehr als 15.000 Menschen hatten vor dem Parlament für höhere Löhne demonstriert. Wegen der angespannten Lage verzichteten die Gewerkschaften aber auf einen Zug durch die griechische Hauptstadt. Vom gleichzeitig stattfindenden Generalstreik ist vor allem der Verkehrsbereich betroffen. Bis Mitternacht wurden alle Flüge abgesagt. Auch in Thessaloniki im Norden Griechenlands kam es erneut zu Ausschreitungen.

Am Athener Syntagmaplatz forderten Redner auch eine harte Bestrafung der Verantwortlichen für den Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel am vergangenen Samstag. Dadurch waren die tagelangen Unruhen angeheizt worden. Ersten Ergebnissen einer Autopsie zufolge wurde Alexis Grigoropoulos von einem Querschläger getroffen. Er wurde gestern auf einem Athener Friedhof beigesetzt.