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Rechtsliberaler Wirtschaftsfachmann Stolojan soll Rumäniens neue Regierung bilden

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Rechtsliberaler Wirtschaftsfachmann Stolojan soll Rumäniens neue Regierung bilden

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In Rumänien soll Theodor Stolojan die neue Regierung bilden; Staatspräsident Traian Basescu erteilte seinem rechtsliberalen Parteifreund den Auftrag. Stolojan sagte, er wolle spätestens am 20. Dezember dem Parlament das Regierungsprogramm und seinen Kabinettsvorschlag vorlegen. Die rechtsliberale PD-L Basescus verhandelt seit zwei Tagen mit der sozialistischen PSD über die Bildung einer großen Koalition. Beide Parteien waren nahezu gleich stark aus der Parlamentswahl vom 30. November hervorgegangen, hatten aber jeweils die absolute Mehrheit verfehlt. Der 65-jährige Stolojan war bereits Ministerpräsident: Nach dem Ende der kommunistischen Ära führte er in den frühen 90er Jahren eine Regierung der Front zur Nationalen Rettung. Danach wurde er Berater der Weltbank und wechselte in die Privatwirtschaft. In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise mit steigender Arbeitslosigkeit kommt ihm sein Ruf als Wirtschaftsfachmann und kühler Technokrat zugute.

Ein Problem für die kommende Regierung ist die Entscheidung der Renault-Tochter Dacia, die Produktion in Pitesti zu kappen: Am Montag teilte das Unternehmen mit, er werde sich von 620 Zeitarbeitern trennen und ab Donnerstag eine einmonatige Produktionspause einlegen. Im November war der Dacia-Verkauf in Rumänien im Jahresvergleich um mehr als die Hälfte eingebrochen.