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Polizisten nach Todesschüssen von Athen in Untersuchungshaft

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Polizisten nach Todesschüssen von Athen in Untersuchungshaft

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Der 37 Jahre alter Polizist, der den tödlichen Schuss auf den 15-Jährigen abgegeben haben soll, befindet sich weiter in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor, und seinem Kollegen im Streifenwagen Beihilfe; auch er wurde in Haft genommen. Während sich die Polizisten vor Gericht zu den Vorwürfen äußerten, wurde die Einfahrt zum Justizpalast in Athen mit zwei Molotovcocktails beworfen – aus einer Gruppe von etwa 15 Personen heraus, verlautete aus Polizeikreisen. Eine Zielscheibe sei offenbar der Anwalt der Polizisten gewesen, hieß es weiter; er wollte sich gerade vor dem Gerichtsgebäude zu Journalisten äußern.

Alexis Kouyias erklärte, der Jugendliche sei eindeutig von einem Querschläger getroffen worden. Ob der Polizist zu Recht Schüsse abgegeben habe, trotz Gefährdung eines Menschenlebens, und welcher Straftat er sich möglicherweise schuldig gemacht habe, müsse das Gericht entscheiden. Der getötete Jugendliche Alexis Grigoropoulos stammte aus einer wohlabenden Familie, seine Eltern besitzen in Athen einen Juwelierladen. Er wurde gestern in einem Vorort von Athen beigesetzt. Tausende Menschen hatten sich dem Trauerzug angeschlossen. Am Tag danach besuchten immer wieder Menschen das Grab.