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Ausschreitungen in Athen haben nachgelassen

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Ausschreitungen in Athen haben nachgelassen

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Nach den beispiellosen Krawallen der vergangenen Tage ist es in Athen erneut zu Ausschreitungen gekommen, doch in weit geringerem Maße als zuvor. Allerdings lähmte ein landesweiter Streik das öffentliche Leben, zu dem die beiden größten Gewerkschaftsverände schon vor längerer Zeit aufgerufen hatten. Auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlament wurden wieder Steine und einige Molotov-Cocktails geworfen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Die Demonstranten warfen der Polizei erneut “Mord” vor – an dem 15-jährigen, der am Samstag von einer Polizeikugel getroffen worden war.

Die Schäden durch die mehrtägigen Krawalle werden inzwischen auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt; noch am Vortag war von einem Milliardenschaden die Rede gewesen. Hunderte Läden wurden beschädigt, mehr als dreissig völlig zerstört. Die Regierung versprach den Geschädigten günstige Kredite und eine Soforthilfe von 10 000 Euro für jeden Laden, der zerstört wurde. Der große Weihnachtsbaum auf dem Syntagma-Platz ragt nunmehr als verkohltes Skelett in den Himmel.