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Europas Autoindustrie zwischen Kreditgarantien und Kurzarbeit

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Europas Autoindustrie zwischen Kreditgarantien und Kurzarbeit

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In mehreren europäischen Ländern werden die Bemühungen verstärkt, die angeschlagene Automobilindustrie in der Spur zu halten. In Schweden bekommen die Ford-Tochter Volvo und die General Motors-Filiale Saab rund 2,6 Milliarden Euro von der Regierung, zumeist in Form von Kreditgarantien.

Finanzminister Anders Borg erklärte in Stockholm, Ziel der Maßnahme sei die Sicherung von Arbeitsplätzen in Schweden. Das gelte sowohl für Forschung und Entwicklung wie auch für die Produktion. Damit würden die Grundlagen für eine dauerhafte Zukunft der Autoindustrie in Schweden gelegt, so Borg. Die Branche beschäftigt in dem skandinavischen Land einschließlich LKW-Herstellung und Zulieferer etwa 120.000 Menschen. Der deutsche Autobauer Daimler schickt wegen der dramatischen Absatzkrise Zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Analysten halten indes für das kommende Jahr auch Schlimmeres für möglich . Am spanischen Renault-Standort Valladolid protestierten etwa 600 Beschäftigte gegen die Maßnahmen des Konzerns. Renault unterbricht die Produktion für etwa zwei Monate und verordnet dem größten Teil der Belegschaft damit eine Zwangspause.