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Griechische Randalierer setzen auf gezielte Aktionen

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Griechische Randalierer setzen auf gezielte Aktionen

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In der griechischen Hauptstadt Athen hat sich die Lage noch nicht beruhigt. Rund einhundert Studenten besetzten das Büro des Bürgermeisters, stoppten den Verkehr und blockierten Straßen. Sie kündigten weitere, gezielte Protestaktionen an.

Vor dem Koyrdallos-Gefängnis und der Landwirtschaftsfaktultät kam zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei. An mehreren Orten der Hauptstadt wurde randaliert. In der Nacht war es auch um das Athener Polytechnikum wieder zu Ausschreitungen gekommen. Insgesamt war es aber etwas ruhiger. Die sechstägige Gewaltwelle hat Schäden in dreistelliger Millionenhöhe verursacht. Allein in Athen wurden nach Angaben des Handelsverbands mehr als 550 Geschäfte beschädigt. Ministerpräsident Costas Karamanlis verprach den betroffenen Ladenbesitzern 10.000 Euro Soforthilfe, dazu Kredite und weitere Maßnahmen, damit sie ihr Personal behalten und die Festtage ungehindert überstehen könnten. Doch zwei von drei Griechen glauben, dass sich die Regierung zu sehr zurückhält. Die Opposition forderte Neuwahlen. Sie liegt in Umfragen vorn. Der Tod eines 15-Jährigen am Samstag hatte die Unruhen ausgelöst. Der Polizist, der den tödlichen Schuss abgab, wurde der vorsätzlichen Tötung beschuldigt, sein Kollege der Beihilfe. Der Beamte sagt, er habe in Notwehr in die Luft geschossen.