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Athener Einzelhandel steht vor Scherbenhaufen

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Athener Einzelhandel steht vor Scherbenhaufen

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Während in Athen erneut die Reste nächtelanger Ausschreitungen zusammen gekehrt werden, demonstrieren wieder mehrere hunderte Schüler, die der Polizei unverhältnismäßig brutales Vorgehen ankreiden. Friedlich blockieren sie vier wichtige Kreuzungen im Stadtzentrum. Für viele Einzelhändler ein Hoffnungszeichen, dass mit dem Krawall Schluss sei, und endlich das Weihnachtsgeschäft fortgesetzt werden könne.

Von vereinzelten Scharmützeln abgesehen, erlebte Griechenland zuvor die ruhigste Nacht seit Beginn der Proteste vor sechs Tagen. Insgesamt wurden in dieser Zeit 70 Menschen verletzt, und Hunderte Läden beschädigt – fast 40 davon sind völlig zerstört. Andreas Triantafilidis, der stellvertretende Vorsitzende des Athener Einzelhandelsverbands warnt, dass viele seiner Kollegen noch lange unter den Folgen leiden werden. Hinzu käme die Wirtschaftskrise, und die Schwierigkeit, Kredite bei den Banken zu bekommen. Mit Spannung wird heute auch das Ergebnis einer ballistischen Untersuchung erwartet. Dabei soll geklärt werden, ob der Tod des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos – an dem sich die Proteste entzündet hatten – vorsätzliche Tötung war, oder die Folge eines Querschlägers.