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Spurensuche nach Festnahmen Terrorverdächtiger in Brüssel

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Spurensuche nach Festnahmen Terrorverdächtiger in Brüssel

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In Zusammenhang mit den Festnahmen mutmaßlicher Al-Kaida-Anhänger in Brüssel sind nach wie vor zahlreiche Fragen unbeantwortet. Insgesamt 14 Terrorverdächtige nahm die belgische Polizei in Gewahrsam. Einer von ihnen hatte offenbar bereits ein Abschiedsvideo für seine Familie vorbereitet. “Dieser Mann hatte grünes Licht für eine Operation bekommen”, sagte Staatsanwalt Johan Delmulle. “Er erwartete nicht, zu überleben. Er hatte sich von seinen Angehörigen verabschiedet, denn er wollte mit ruhigem Gewissen ins Paradies gehen.”

Unklar ist allerdings, wo der Selbstmordanschlag hätte stattfinden sollen – möglicherweise auf dem EU-Gipfel in Brüssel, möglicherweise aber auch anderswo in Europa oder in Afghanistan. Der belgische Regierungschef Yves Leterme sprach von einer sehr ernsten Angelegenheit. “Die Polizei hat effizient reagiert”, sagte er, “und das zeigt, dass strenge Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind.”

Nach Medienberichten gehören alle Festgenommenen dem Umfeld von Malika El-Aroud an. Sie ist die Witwe von Abdessatar Dahmane, der kurz vor dem 11. September 2001 ein Selbstmordattentat auf den afghanischen Taliban-Gegner Ahmed Schah Massud verübt hatte.