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Flüchtlingselend in Calais

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Flüchtlingselend in Calais

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Flüchtlinge aus aller Welt versuchen aus dem Norden Frankreichs nach Großbritannien zu gelangen. Hunderte schaffen es bis nach Calais und campieren dort unter menschenunwürdigen Bedingungen. Die regierungsunabhängigen Organisationen, die sich bisher um die Flüchtlinge kümmerten, haben ihre Arbeit ausgesetzt. “Bereits als es sich um 400 Menschen handelte, haben wir die Behörden gewarnt. Inzwischen sind es 800. Wir fordern, dass der Staat endlich Verantwortung übernimmt”, erklärt eine Helferin.” Das Flüchtlingslager Sangatte bestand von 1999 bis 2002, der damalige Innenminister Nicolas Sarkozy ließ es schließen. Den Menschen stehen heute vier Duschen zur Verfügung, Essensrationen spendeten bisher Hilfsorganisationen. “Die Flüchtlinge selbst sind es, die keine andere Lösung akzeptieren”, behauptet die Bürgermeisterin von Calais. Gemeint ist ein Obdach für die Menschen, die selbst bei Minusgraden die Nächte unter freiem Himmel verbringen. Eine einzige Hilfsorganisation hat ihre Arbeit noch nicht eingestellt und verteilt abends Essen an die Flüchtlinge. Deren Traum aber ist, sich in einem LKW zu verstecken und per Schiff oder Bahn die andere Seite des Ärmelkanals zu erreichen.