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Unruhen in Athen greifen auf andere europäische Städte über

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Unruhen in Athen greifen auf andere europäische Städte über

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Nach den Krawallen der vergangenen Tage hat sich die Lage in Athen am Freitag etwas beruhigt. Am Abend versammelten sich Demonstranten vor dem Parlament zu einer Mahnwache – zum Gedenken an jenen Jugendlichen, der vor einer Woche von einem Polizisten erschossen worden war. Der Vorfall hatte die schweren Unruhen ausgelöst. Auch vor der Universität versammelten sich rund 50 Studenten. An eine dauerhafte Beruhigung der Lage wollen sie allerdings nicht recht glauben. “Ich denke, es geht weiter”, meint eine Studentin. “Die Leute sind wütend, denn die Reaktionen der Politiker scheinen mir doch recht armselig.” Ihr Kommilitone kritisiert vor allem die mediale Darstellung: “Die Medien zeigen uns alle als Anarchisten, aber das sehe ich nicht so. Wir alle sollen Anarchisten sein? Wenn jemand alle Bürger Griechenlands als Anarchisten bezeichnen will, dann ist das seine Sache.”

In anderen europäischen Städten zeigten Jugendliche ihre Solidarität mit den griechischen Demonstranten. In Paris versammelten sich mehrere hundert Menschen vor der griechischen Botschaft und zogen durch die Innenstadt. In Berlin rief ein Schülerbündnis zu einer Solidaritätsdemonstration auf. In Griechenland sind am Wochenende keine Aktionen geplant, erst am Montag wollen Studenten und Schüler die Proteste fortsetzen.