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Trügerische Ruhe in Griechenland

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Trügerische Ruhe in Griechenland

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Die Lage in Athen hat sich nach den schweren Krawallen der letzten Tage beruhigt. Die Zeitungen sind noch voll mit den Ereignissen. In der Nacht haben unbekannte Täter Brandanschläge auf mehrere Bankfilialen in der griechischen Hauptstadt verübt. Auslöser der Ausschreitungen war der Tod eines Jugendlichen, den ein Polizst erschossen hatte. Vor dem Parlament versammelten sich in der Nacht Demonstranten zu einer Mahnwache. Auch vor der Universität gedachten Studenten des erschossenen 15-Jährigen. Ruhe wird nicht einkehren. Eine Studentin sagte: “ Ich denke, es geht weiter. Die Leute sind wütend, denn die Reaktionen der Politiker scheinen mir doch recht armseelig.” Ein anderer Student meinte: “ Die Medien stellen uns als Anarchisten dar. Das sehe ich nicht so. Wir alle sollen Anarchisten sein? Wenn jemand alle Bürger Griechenlands als Anarchisten bezeichnen will, dann ist das seine Sache.”

In anderen europäischen Städten zeigten Jugendliche ihre Solidarität mit den griechischen Demonstranten. In Paris versammelten sich mehrere hundert Menschen vor der griechischen Botschaft und zogen dann durch die Innenstadt. In Berlin hatte ein Schülerbündnis zu einer Solidaritätsdemonstration aufgerufen. In Griechenland wollen Schüler und Studenten am Montag ihre Proteste fortsetzen.