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Wieder Demonstrationen und Krawalle in Athen

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Wieder Demonstrationen und Krawalle in Athen

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In Athen ist es am Samstag erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Einige Autonome warfen Brandsätze auf Geschäfte und Banken und lieferten sich Gefechte mit den Sicherheitskräften. Vorangegangen waren den Krawallen unangekündigte Kundgebungen, mit denen Schüler und Studenten gegen den Tod des 15-jährigen protestierten, der von einem Polizisten erschossen worden war. Das Ergebnis der ballistischen Untersuchung wird nächste Woche erwartet. Nach unbestätigten Medienberichten sollen die Experten zum Schluss gekommen sein, dass der Junge von einem Querschläger getötet wurde. In diesem Fall müsste sich der Polizist lediglich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Die Straßenschlachten in Athen in den vergangenen Tagen haben nach vorläufigen Schätzungen einen Sachschaden von rund 200 Millionen Euro verursacht. Zahlreiche Geschäfte sind ausgebrannt, Hunderte Autos zerstört. Die Polizei nahm im Lauf der Woche mehr als 400 Menschen fest. Die Demonstranten wollen ihre Aktionen in den kommenden Tagen fortsetzen. Den meisten geht es nicht um Krawalle, sondern darum, die Erinnerung an den getöteten Jugendlichen lebendig zu erhalten.