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Belgiens Regierung "besorgt" über Fortis-Urteil

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Belgiens Regierung "besorgt" über Fortis-Urteil

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Die belgisch-niederländische Fortis-Bank kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nachdem ein Gericht in Brüssel die geplante Aufspaltung der Bank zunächst gestoppt hat, will die belgische Regierung am Montag entscheiden, wie sie gegen das Urteil vorgehen wird. Die Richter hatten angeordnet, dass die Aktionäre einer Aufspaltung der Bank zustimmen müssen. Belgiens Regierungschef Yves Leterme zeigte sich besorgt über die Entscheidung und will nun nach einem Ausweg suchen. “Wir werden gegen dieses Urteil Maßnahmen ergreifen”, sagte Leterme. “Der Rechtsstreit geht weiter. Außerdem wollen wir, dass die Fortis-Bank ihre Aktivitäten fortsetzen kann, mit Unterstützung der BNP Paribas, wie es bereits beschlossen wurde.”

Die französische Großbank BNP Paribas, die den belgisch-luxemburgischen Teil von Fortis kaufen will, bekräftigte ihr Interesse, aber sie muss sich gedulden: Das Gericht untersagte dem belgischen Staat, Fortis-Anteile vor dem 16. Februar 2009 zu verkaufen. Zuvor muss eine Aktionärsversammlung einberufen werden – und viele Anteilseigner haben sich bereits vehement gegen den Verkauf ausgesprochen.