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Hamas droht Waffenstillstand nicht zu verlängern

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Hamas droht Waffenstillstand nicht zu verlängern

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Die radikalislamische Hamas droht, den Waffenstillstand mit Israel nicht zu verlängern. Hamas-Chef Khaleed Mechaal warf Israel vor, das am Freitag auslaufende Abkommen zu verletzen. Es war vor sechs Monaten nach Vermittlung Ägyptens geschlossen worden.

Zur Feier des 21. Hamas-Geburstags waren mehr als 150.000 Palästinenser im Gazastreifen zusammengekommen. Mechaals dortiger Staathalter Ismail Haniyeh sagte, es gebe keinen Frieden. Das Abkommen sei eine politische Maskerade.

In den kommenden Tagen soll eine Erklärung zum Waffenstillstand folgen. Israel will ihn weiterführen, aber keine neuen Forderungen erfüllen. Ein Unterhändler soll in Kairo die Lage erörtern.

Doch es sei klar, so Regierungssprecher Mark Regev, dass es keine einseitige Waffenruhe geben werde. Israel könne auch nicht akzeptieren, dass täglich Raketen aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilisten abgefeuert würden.

Wegen des anhaltenden Beschusses hat Israel den Gazastreifen nahezu vollständig abgeriegelt. Für die Hamas, die das Gebiet seit eineinhalb Jahren kontrolliert, ein Verstoß gegen den Waffenstillstand. In Washington kommt heute das so genannte Nahost-Quartett zu Beratungen zusammen.