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Großeinsatz gegen Cosa Nostra

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Großeinsatz gegen Cosa Nostra

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Der italienischen Polizei ist ein erneuter Schlag gegen die sizilianische Mafia gelungen. Sie nahm etwa hundert Personen vorläufig fest. Diese stehen unter anderem im Verdacht, die seit Monaten führungslose Cosa Nostra neu aufbauen zu wollen. Außerdem werden ihnen Waffen- und Drogenhandel, Schutzgelderpressung, sowie Verbindungen zum organisierten Verbrechen vorgeworfen.

Die Operation “Perseo” mit bis zu 1200 Sicherheitskräften und Hubschraubern wurde in ganz Sizilien und Teilen der Toskana abgewickelt. Nach mehr als neunmonatigen Ermittlungen konnten nun der Anti-Mafia-Kommission zufolge alle neuen Schaltstellen der Cosa Nostra gekappt werden. Über die Erfolge des Einsatzes sagte der zuständige Staatsanwalt in Palermo, Francesco Messineo,: “Diese Operation hat die sizilianische Mafia deutlich geschwächt. Geschwächt ist wohl etwas unterschätzt. Besser gesagt: Es hat sie in eine tiefe Krise gestürzt.” In der Krise befindet sich die Cosa Nostra schon länger: Im April 2006 konnten Carabinieri den seit Jahren untergetauchten sizilianischen Mafiaboss Bernardo Provenzano festnehmen. Auch dessen Nachfolger, Salvatore Lo Piccolo, wurde im November 2007 geschnappt. Seitdem gilt die Cosa Nostra als führungslos.