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Proteste im Vorfeld der Abstimmung des EU-Parlaments über Arbeitszeitrichtlinie

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Proteste im Vorfeld der Abstimmung des EU-Parlaments über Arbeitszeitrichtlinie

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In zweiter Lesung stimmt an diesem Mittwoch das EU-Parlament über die umstrittene neue Arbeitszeitrichtlinie ab, und schon im Vorfeld haben mehrere hundert Mediziner sowie tausende Arbeitnehmer vor dem Europaparlament in Straßburg dagegen protestiert. Den Medizinern geht es vor allem um die Einbeziehung von Bereitschaftsdiensten in die wöchentliche Arbeitszeit. Grundsätzlich sollen Beschäftigte in der Europäischen Union nicht länger als 48 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Die im Juni vereinbarte Kompromisslösung sieht aber vor, dass Ausnahmen von bis zu 65 Stunden auch künftig noch erlaubt sind, wenn der Arbeitnehmer zustimmt. Zuvor waren es 78 Stunden. Vor allem Großbritannien hatte auf eine solche Regelung gedrängt, um die dortige Praxis nicht aufgeben zu müssen. Außerdem sollen Zeitarbeiter vom ersten Arbeitstag an die gleichen Rechte haben wie Festangestellte.