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Sarkozy zieht Bilanz der französischen EU-Ratspräsidentschaft

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Sarkozy zieht Bilanz der französischen EU-Ratspräsidentschaft

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Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat vor dem Europaparlament in Straßburg eine Bilanz der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft seines Landes gezogen. Er ging vor allem auf die Georgien-Krise, den Reformvertrag von Lissabon und die Finanz- und Wirtschaftskrise ein. In einem leidenschaftlichen Appell forderte Sarkozy die EU-Abgeordneten zur Verabschiedung des europäischen Klimapakets auf. Es wäre verantwortungslos, wenn die Europäer auf ihre Klimaziele verzichteten. Dies wäre besonders jetzt unsinnig, da der zukünftige US-Präsident Barack Obama erstmals ehrgeizige umweltpolitische Ziele festgeschrieben habe. Das EU-Parlament soll an diesem Mittwoch über das auf dem Gipfeltreffen in der vergangenen Woche geschnürte Klima- und Energiepakete abstimmen. Im Hinblick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise lobte Sarkozy die Einheit, mit der die Mitgliedsstaaten der EU gehandelt hätten. “Wir werden Europa nicht gegen die Mitgliedsstaaten aufbauen”, so Sarkozy, “das ist eine Tatsache. Europa ist kein Feind der Nationen. Ich habe versucht, Europa zu verändern, aber Euopa hat mich verändert.” Am Abend wird die französische Ratspräsidentschaft mit einem Konzert des Philarmonischen Orchesters der Slowakei verabschiedet. Nach Frankreich wird am 1. Januar Tschechien die Ratspräsidentschaft der EU übernehmen.