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Spanische Großbanken gehen Wall Street Betrüger auf den Leim

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Spanische Großbanken gehen Wall Street Betrüger auf den Leim

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Von dem Milliarden-Betrug an der Wall Street sind auch mehrere europäische Banken massiv betroffen. Am schwersten erwischte es die spanische Banco Santander. Die Kunden eines Santander Hedge Fonds könnten mehr als 2 Milliarden Euro verloren haben. Sie protestierten in Madrid. “Man hat uns gesagt, das seien die besten Fonds, sie könnten niemals fallen und nun sind sie bankrott”, klagt ein geprellter Kunde.

Auch die zweitgrößte spanische Bank, BBVA, die Madrider Sparkasse, die britischen Großbanken HSBC und Royal Bank of Scotland sind Opfer des Milliarden-Schwindels geworden. Der spanische Zentralbankchef beschwichtigt jedoch. “Dieser 50 Milliarden-Betrug ist nichts im Vergleich zu den Billionen-Verlusten aufgrund der Finanzkrise”, versucht Miguel Fernández Ordóñez zu beruhigen. Bernard Madoff hatte über Jahre ein Schneeballsystem betrieben. Seine Gewinnausschüttungen an die Anleger finanzierte er mit dem Geld immer neuer Kunden. Gegenüber seinen Söhnen soll er das Schadensvolumen auf 50 Milliarden Dollar beziffert haben. Es wäre mit Abstand der größte Betrugsfall der Geschichte. Als ehemaliger NASDAQ-Chef galt Madoff als vertrauenswürdig.