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Internationaler Erfolg für Kuba

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Internationaler Erfolg für Kuba

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Kubas Staatschef Raul Castro kann einen internationalen Erfolg verbuchen. Die “Rio-Gruppe”, in der Länder Lateinamerikas und der Karibik zusammenarbeiten, hat Kuba als 23. Mitglied aufgenommen. Für Raul Castro war es sein ersten Auftritt auf einem Gipfeltreffen außerhalb Kubas, seit er im Februar von seinem erkrankten Bruder Fidel die Staatsführung übernommen hat.

Der mexikanische Präsident Felipe Calderon sprach von den “kubanischen Brüdern”, deren Anwesenheit der Zusammenarbeit gut tun werde. Sie werde einen wertvollen Beitrag leisten zur Realisierung der gemeinsamen Projekte. Dabei betonte er die auch von Kuba geteilten gemeinsamen Werte. Die im brasilianischen Costa do Sauipe tagenden Staatschefs forderten die USA auf, das 1962 gegen Kuba verhängte Handelsembargo endlich aufzuheben. Für Kuba bedeutet die Aufnahme in die “Rio-Gruppe” einen wichtigen Durchbruch. Es ist die Rückkehr als gleichberechtigtes Mitglied in einen regionalen Verband – nachdem Kuba 1962 auf Betreiben der USA aus der “Organisation Amerikanischer Staaten” – OAS – ausgeschlossen worden war. Dieser Schritt der “Rio-Gruppe” ist als Botschaft dieser Staatengruppe an den designierten US-Präsidenten Barack Obama zu verstehen. Raul Castro, der allgemein als pragmatischer angesehen wird als sein fast ein halbes Jahrhundert regierender Bruder Fidel, betonte in einem Interview: “…..mehr als 70 Prozent unserer Bevölkerung sind geboren, nachdem das Embargo verhängt wurde. Darum werden weder Embargodruck noch Hurricans uns spalten oder besiegen” Das im Februar 1962 von Präsident Kennedy verhängte Wirtschaftsembargo sollte Kuba isolieren. Es ist mehrfach verschärft worden. 2007 bezifferte Havanna den im Laufe der Jahrzehnte entstandenen Schaden auf rund 90 Milliarden Dollar.