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Gemeinsam stark

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Die Staaten Lateinamerikas und der Karibik haben bei ihrem Gipfeltreffen in Nordostbrasilien ihre zukünftigen Pläne für die Integration der Region benannt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die weltweite Finanzkrise nur mit ökonomischer Geschlossenheit zu meistern sei. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio »Lula« da Silva sagte: “Mercosur und unsere Verbündeten aus Lateinamerika und der Karibik werden nicht tatenlos zusehen, wie die Welt über die globale Wirtschaftskrise debattiert. Wir werden eine wichtige Rolle spielen beim Aufbau einer neuen, multipolaren, multilateralen internationalen Wirtschafts- und Politikarchitektur.”

Die Gipfelteilnehmer wollten bei dem zweitägigen Treffen auch über das seit 1962 geltende US-Embargo gegen Kuba diskutieren. Kuba nimmt erstmals am Gipfel teil. Raoul Castro mahnte: “Wir müssen das, was hier heute vorgeschlagen haben auch wirklich umsetzen und nicht nur das nette Beisammensein genießen. Kuba bietet seine uneingeschränkte Solidarität, damit wir alle zusammenarbeiten.” Geplant ist die Bildung eines regionalen Verteidigungsrats mit dem Ziel, die Abhängigkeit von US-Waffenlieferungen zu vermindern. Die USA seien aufgrund restriktiver Bestimmungen kein zuverlässiger Waffenlieferant, hieß es aus den Reihen der Gipfelteilnehmer. Davon könnte nun Brasilien profitieren – der größte Waffenproduzent Südamerikas.