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Welle von Korruptionsfällen erschüttert Italien

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Welle von Korruptionsfällen erschüttert Italien

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Eine Welle von Korruptionsfällen erschüttert Italien und die Mitte-Links-Opposition: In Neapel wurden insgesamt dreizehn Personen festgenommen, darunter zwei Referenten der Stadtverwaltung: Die beiden wurden unter Hausarrest gestellt. Sie sollen dafür gesorgt haben, dass der Unternehmer Alberto Romeo öffentliche Aufträge erhielt. Romeo wurde in Untersuchungshaft genommen. Er soll mit zum Teil betrügerischen Mitteln ein Unternehmens-Imperium aufgebaut haben, das in ganz Italien und über die Landesgrenzen hinaus tätig war. In Neapel ist sein Unternehmen für den Unterhalt der Straßen und öffentlichen Gebäude zuständig. Die Bürgermeisterin der süditalienischen Metropole, Rosa Russo Iervolino erklärte, zwei ihrer Referenten seien von den Maßnahmen der Justiz betroffen; diese beiden Mitarbeiter müsse sie nun mit sofortiger Wirkung suspendieren. Schon im vergangenen Oktober verlor die Bürgermeisterin den Referenten Giorgio Nugnes im großen Streit um den Müll von Neapel. Nugnes beging vor zwei Wochen Selbstmord. Die Mitte-Links-Opposition wird von weiteren Skandalen erschüttert: Der Bürgermeister von Pescara in den Abruzzen wurde wegen Bestechungsvorwürfen festgenommen, ebenso ein Abgeordneter des Mitte-Links-Bündnisses aus der Region Basilicata.