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Fortis-Verkauft bringt Leterme in Bedrängnis

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Fortis-Verkauft bringt Leterme in Bedrängnis

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Der Streit um die Zukunft der Fortis-Bank in Belgien bringt die Regierung von Ministerpräsident Yves Leterme in Bedrängnis. In einem Brief räumte Leterme ein, dass es Kontakte zwischen seinem Mitarbeiterstab und dem Mann einer Richterin gegeben habe, die über den Verkauf des belgischen Zweigs von Fortis entscheiden musste.

Die Opposition forderte Letermes Rücktritt. Die Fünf-Parteien-Koalition des flämischen Christdemokraten beschloss die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, der Belgiens Vorgehen in der Finanzkrise unter die Lupe nehmen soll. Möglicherweise wird es zu einer Vertrauensabstimmung kommen. Der Open-VLD Abgeordnete Herman De Croo erklärte, wenn sich herausstelle, dass man den Weg der Gewaltenteilung verlassen habe, dann werde er eine solche Initiative nicht unterstützen. Für ihn sei klar, dass er für den Fall, dass er keine befriedigenden Argumente erhalte, der Regierung sein Vertrauen nicht aussprechen werde. Ein Brüsseler Gericht hatte am Freitag entschieden, den Verkauf von Fortis für 65 Tage auf Eis zu legen. Es gab damit einem Antrag zahlreicher Aktionäre statt, die gegen die Übernahme durch die französische Bank BNP Paribas sind.