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Druck auf Leterme wächst

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Druck auf Leterme wächst

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Im Streit zwischen der belgischen Regierung und der Justiz um den Verkauf der Großbank Fortis gerät Ministerpräsident Yves Leterme immer mehr in Bedängnis. Das höchste Gericht des Landes beschuldigte den Christdemokraten, aktiv die Zerschlagung des Konzerns betrieben und rechtliche Folgen verschleiert zu haben.

Zuvor schienen die Wogen noch geglättet. Nach einer Krisensitzung in Brüssel erklärten die Vertreter von vier der fünf Koaltionsparteien, die Regierung könne mit Leterme an der Spitze ihre Arbeit fortführen. Ein von der Koalition bereits eingesetzter Untersuchungsausschuss soll nun Letermes mutmaßlichen Verstoß gegen die Gewaltenteilung aufklären. Das Schicksal von Belgiens größter Bank bleibt vorerst ungewiss. Das Brüsseler Gericht hat den von Leterme eingefädelten Verkauf für 65 Tage eingefroren.