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Hausarrest für Madoff

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Hausarrest für Madoff

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Milliardenbetrüger Bernard Madoff mußte abermals vor Gericht. Er gab keinerlei Kommentar ab. Madoff war gegen eine Kaution von zehn Millionen Euro auf freien Fuß gesetzt worden. Jetzt hat das Gericht daran allerdings zwei Bedingungen geknüpft. Erstens: er muß zu bestimmten Zeiten in seiner Wohnung sein. Von 19.00 Uhr abends bis neun Uhr morgens. Und er muß elektronische Fußfesseln tragen, damit er überwacht und nicht fliehen kann.

Die Zeitungen befassen sich ausgiebig mit dem gigantischen Betrugsfall. Niemand versteht, wie Madoff mit so einem einfachen wie cleveren Schneeballsystem, Anleger um 50 Milliarden Dollar, das sind 35 Milliarden Euro, hat betrügen können. Mancher mag es immer noch nicht glauben. So wie Bob Lenzner vom Forbes-Magazin. Er sagt: “Er hat kein ausschweifendes Leben geführt. Er hatte keine großen Yachten. Es war ein Zusammenprall mehrerer Faktoren. Seine Art, die Renditeversprechungen. Er war ein Menschenfreund.”

Dieser Menschenfreund hat der Wallstreet einen erneuten Tiefschlag versetzt. Anleger haben so sagen Analysten, auch noch den letzten Rest von Vertrauen in das Finanzsystem verloren. Auch europäische Banken haben unter dem Betrugsskandal zu leiden. So wie die spanische Bankengruppe Santander, die mindestens eine Millarde Euro durch Madoff verloren hat. Bernard Madoff muß am 12. Januar wieder vor Gericht erscheinen.