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Neue Proteste in Athen

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Neue Proteste in Athen

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Wieder hat es Proteste in Griechenland gegeben. Mehr als zweitausend meist linke Demonstranten zogen durch Athen. Sie verlangten die Freilassung inhaftierter Genossen, die während der Proteste der vergangenen Woche festgenommen worden waren. Aktivisten hängten ein Transparent mit den Worten “Widerstand” an der Akropolis auf. Die Empörung bei den Demonstranten ist groß.

Ein Student sagte: “Wir haben keine Rechte, keine feste Arbeit. Wir verdienen zu wenig um unseren Lebensunterhalt zu sichern.” Noch mehr Proteste werden heute erwartet. Gewerkschaften legen für drei Stunden die Arbeit nieder. Damit protestieren sie gegen die Politik der Regierung und gegen den Tod eines 15-Jährigen. Alexandros Grigoropoulos war am 6. Dezember von einem Polizisten erschossen worden. Der Tod des Schülers hatte die teilweise gewalttätigen Proteste ausgelöst.

In der griechischen Hauptstadt attackierten Demonstranten eine Polizeibus, warfen Brandflaschen. Bei den Protesten der letzten Tage wurden mehr als 500 Geschäfte zerstört, der Schaden beläuft sich auf über 200 Millionen Euro. In Athen und anderen Städten wollen erneut Schüler, Studenten und Lehrer gegen Polizeigewalt und für Reformen im Bildungssystem auf die Straße gehen.