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Parmalat-Gründer zu zehn Jahren Haft verurteilt

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Parmalat-Gründer zu zehn Jahren Haft verurteilt

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Der Gründer des skandalumwitterten italienischen Lebensmittelkonzerns Parmalat, Calisto Tanzi, ist im Prozess um den Zusammenbruch seines Unternehmens 2003 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Sieben weitere Angeklagte in dem Verfahren um Betrug und Dokumentenfälschung wurden von einem Mailänder Gericht freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Jahre Haft für Tanzi gefordert. Freigesprochen wurden Mitarbeiter der Bank of America, unabhängige Bankberater und ein weiterer Parmalat-Mitarbeiter. Parmalat steht für einen der weltweit größten Finanzskandale. Das Unternehmen musste Ende 2003 Insolvenz anmelden, weil mehr als 14 Milliarden Euro in der Bilanz fehlten. Der Fehlbetrag erhöhte sich nach den Recherchen der Ermittler im Jahr 2004 auf 23 Milliarden Euro. Die für Parmalat zuständige Buchprüfungsfirma wurde zu einem Bußgeld von 240.000 Euro verurteilt. Außerdem werden nach dem Urteil der Richter noch 455.000 Euro der Firma beschlagnahmt.