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US-Kongress schaltet sich in Milliarden-Betrug ein

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US-Kongress schaltet sich in Milliarden-Betrug ein

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In den Milliarden-Betrug des früheren Nasdaq-Chefs Bernard Madoff schaltet sich nun auch der US-Kongress ein. Zu Jahresbeginn soll eine Untersuchung eingeleitet werden, ob die Aufsichtsbehörden versagt hätten, teilte die zuständige Kommission mit. Medienberichten zufolge will der designierte US-Präsident Barack Obama schon jetzt personelle Konsequenzen ziehen. Am Nachmittag plane er, die Finanzmarktexpertin Mary Schapiro zur neuen Chefin der Behörde zu ernennen, hieß es weiter. Sie arbeitete schon einmal für die SEC.

Der derzeitige SEC-Leiter Christopher Cox gab Versäumnisse zu. Er zeigte sich geschockt, dass er erst jetzt erfahren habe, dass es schon seit fast einem Jahrzehnt glaubhafte Anschuldigungen gegen Madoff gegeben habe, aber diese nie an die SEC weitergegeben worden seien. Man habe nun eine interne Untersuchung gefordert, weil herausgefunden werden soll, ob es am System selbst liege, dass die Justiz nicht früher zugegriffen habe. Kritiker werfen der Behörde zudem Versagen bei der Kontrolle der Märkte vor und geben ihr eine Mitschuld an der aktuellen Finanzkrise.