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Trotz Cholera – Mugabe trumpft auf

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Trotz Cholera – Mugabe trumpft auf

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Der Präsident Simbabwes, Robert Mugabe, weist alle Rücktrittsforderungen scharf zurück. Wegen der Cholera-Epidemie in seinem Land hatten sowohl westliche als auch afrikanische Länder den Diktator aufgefordert, den Hut zu nehmen. Mugabe antwortete auf dem Parteitag seiner ZANU-PF-Partei, er werde das Land niemals verkaufen, er werde sich niemals ergeben und Simbabwe gehöre ihm.

Dem Westen warf der 84-Jährige vor, humanitäre Gründe als Vorwand zu nehmen und eine Invasion zu planen; vor allem meinte er damit die frühere Kolonialmacht Großbritannien. Deren Premierminister Gordon Brown erwiderte, das Regime Mugabes habe vollkommen versagt. Das Gesundheitssystem liege am Boden. Die Krankenhäuser stünden leer, statt dem simbabwischen Volk zu dienen. Unterdessen ist die offizielle Zahl der Cholera-Todesfälle in Simbabwe auf über 1100 gestiegen. Infiziert sind danach knapp 21.000 Menschen. Das Rote Kreuz schätzt die Zahlen wesentlich höher ein. Die Epidemie sei völlig außer Kontrolle geraten.