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17-Milliarden-Dollar-Spritze für US-Autoindustrie

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17-Milliarden-Dollar-Spritze für US-Autoindustrie

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Der US-Autobauer Chrysler und die Opel-Mutter General Motors sind vorerst vor der Pleite gerettet die notleidende amerikanische Autoindustrie bekommt eine Atempause bis Ende März. US-Präsident George W. Bush kündigte den schwer angeschlagenen Autobauern Notkredite von mehr als 17 Milliarden Dollar an. Bis Ende März müssten die Unternehmen mit harten Sanierungsschritten ihre Zukunftsfähigkeit unter Beweis stellen, betonte Bush. Die Kredite würden auf zwei Arten helfen: Erstens gäben sie den Autobauern drei Monate Zeit, um Restrukturierungspläne umzusetzen, die sie wieder zu verlässlichen Unternehmen machten – und dazu seien sie durchaus fähig. Und, zweitens, sollte dies nicht ohne Insolvenz möglich sein, gäben die Kredite ihnen Zeit, die nötigen rechtlichen und finanziellen Vorbereitungen für eine gerichtlich überwachte Reorganisierung der Firmenfinanzen zu treffen, die langfristig Erfolg verspreche. Vor allem General Motors und der ehemaligen Daimler-Tochter Chrysler drohte ohne rasche Hilfen die Insolvenz. Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford lehnte das Hilfsangebot ab, weil er auf eigene Faust weitermachen könne. Der Konzern will im Januar zehn Werke in Nordamerika für mindestens eine Woche schließen.