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Angeschlagener belgischer Regierungschef bleibt zunächst im Amt

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Angeschlagener belgischer Regierungschef bleibt zunächst im Amt

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In der Affäre um den Verkauf der belgischen Fortis-Bank bleibt Belgiens angeschlagener Premierminister Yves Leterme zunächst im Amt. Nach einer Krisensitzung teilte die Regierung in Brüssel in der vergangenen Nacht mit, es werde keine personellen Konsequenzen geben.

Zuvor war über einen möglichen Rücktritt des Christdemokraten spekuliert worden: Er soll im Zusammenhang mit dem Verkauf der Großbank Fortis an die französische BNP Paribas die Justiz beeinflusst haben. Belgischen Medien sehen das Land bereits ins “Chaos” versinken. Denn in einem inzwischen bekanntgewordenen Brief des Präsidenten des Brüsseler Berufungsgerichts an den Parlamentspräsidenten heißt es, Mitarbeiter des Regierungschefs hätten auf die Justiz Druck ausgeübt, ihre Haltung zum Fortis-Verkauf zu ändern.

Das Brüsseler Gericht hatte vergangenen Freitag entschieden, den von Leterme eingefädelten Verkauf von Fortis für 65 Tage einzufrieren. Eine große Gruppe unzufriedener Fortis-Aktionäre hatte den Gerichtsentscheid beantragt.

Heute beraten gut dreitausend Fortis-Aktionäre in Brüssel über das weitere Vorgehen.