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Drohungen in Nahost

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Drohungen in Nahost

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20.000 Mann unter Waffen – der militante Flügel der Hamas, die al-Kassam-Brigaden, lassen wieder die Muskeln spielen. Nach dem offiziellen Ende der Waffenruhe zwischen Israel und den militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen geht der Konflikt in die nächste Runde: Beide Seiten künden wieder militärische Aktionen an. Der ehemalige Regierungschef der palästinsischen Autonomieregierung, Ismail Haniyeh, wies in Gaza darauf hin, dass die ganze Welt genug habe von der ungerechten Abriegelung des Gazastreifens durch Israel, das zeigten auch die Proteste in Beirut und die Appelle von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. In der libanesischen Hauptstadt Beirut demonstrierten mehrere tausend Anhänger der Hisbollah gegen die Abriegelung und forderten, dass mehr Waren in den Gazastreifen gelangen können. Sogar die USA fordern inzwischen, dass die Bevölkerung mit genügend Lebensmitteln versorgt wird. Die militanten Palästinenser setzen unterdessen den Raketenbeschuss von israelischen Grenzgemeinden fort. Der Sprecher des israelischen Außenministeriums sagte, für beide Seiten sei es von größtem Interesse, dass die Waffenruhe fortgesetzt werde, doch habe Hamas sich für Gewalt entschieden. Israel zieht indes Panzer an der Grenze zum Gazastreifen zusammen. In den vergangenen Tagen wurden mehrere Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet.