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Regierung in Brüssel stürzt über Fortis-Affäre

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Regierung in Brüssel stürzt über Fortis-Affäre

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Belgien ist in Zusammenhang mit der Affäre um das Bankhaus Fortis in die nächste Regierungskrise geschlittert. Am Freitag hatte die Regierung ihren Rücktritt angeboten, den König Albert II. jedoch vorerst nicht annahm. Stattdessen führte er in der Nacht Gespräche mit den Vorsitzenden der Koalitionsparteien. Eine Entscheidung traf der Monarch noch nicht, zunächst waren am Samstag weitere Beratungen geplant. Die Opposition dringt auf Neuwahlen und bezeichnete den Rücktritt des Kabinetts als “überfällig”.

Dabei ist die belgische Regierung gerade einmal neun Monate alt. Im März legte Ministerpräsident Yves Leterme vor dem König den Amtseid ab und stand seither an der Spitze einer Koalition aus fünf Parteien. Schon damals waren der Regierungsbildung monatelange mühevolle Verhandlungen vorausgegangen, in deren Verlauf zwei Versuche der Kabinettsbildung scheiterten. Die neue Krise sorgt nun für weitere politische Instabilität in Belgien.