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Also doch. Milliardenschwere Hilfen für US-Autokonzerne

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Also doch. Milliardenschwere Hilfen für US-Autokonzerne

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Die angeschlagenen amerikanischen Autobauer General Motors und Chrysler sind für drei Monate vor der Pleite gerettet. Präsident George W. Bush verhalf ihnen mit Notkrediten in Höhe von 17 Milliarden Dollar zu einer Atempause. Ford will vorerst keine Hilfe.

In einer ersten Tranche fließen 13,4 Milliarden. Die zweite Rate folgt im Februar mit weiteren 4 Milliarden Dollar. Der neue amerikanische Präsident Barack Obama machte klar, was er erwartet: “Ich sage den drei Autoherstellern und ihren Vorständen deutlich, daß Amerikaner die Geduld verlieren. Sie müssen die nächsten Monate nutzen, um mit einem zukunftsfähigen Sanierungsvorschlag zu kommen. Sie müssen harte Entscheidungen treffen.” Der Notkredit stammt aus dem 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket, daß eigentlich ausschließlich für den Finanzsektor gedacht war. Große Erleichterung über die Hilfen herrscht beim Vorstand von General Motors. Rick Wagoner sagte: “Das Geld hilft viele Jobs zu erhalten. Wir können weitermachen. Wie auch die Zulieferer und Händler im ganzen Land, die von uns abhängig sind.” Die Unternehmem müssen ihre Kosten senken. Arbeitnehmer und Gewerkschaften sollen zu Einschnitten bei Sozialleistungen bereit sein. Das stößt auf Widerspruch.

Chryslerarbeiter Darius Wallace meint: “Es ist in Ordnung wenn ich keine Zugeständnisse mehr machen muss. Es ist nicht meine Schuld, es ist deren Schuld. Ich kann nicht mehr bezahlen.”

Experten melden Zweifel am Rettungsplan an. Sie glauben nicht, daß eine schnelle Sanierung der amerikanischen Automobilbranche angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise, gelingen kann.