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Pleite der US-Autokonzerne abgewendet

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Pleite der US-Autokonzerne abgewendet

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Mit Notkrediten ist die Pleite der amerikanischen Autobauer zunächst abgewendet. Zunächst, denn Fachleute haben Zweifel daran, dass angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise eine rasche Sanierung gelingt. Der scheidende US-Präsident George W. Bush stellte trotz der Bedenken im eigenen republikanischen Lager Soforthilfen in Milliardenhöhe bereit. Bushs Nachfolger Barack Obama begrüßte die Hilfen, betonte aber auch die Notwendigkeit von Reformen. “Mit den kurzfristigen Hilfen verbunden ist die Pflicht der Autonzerne, gemeinsam mit Angestellten, Händlern, Kreditgebern und Zulieferern die harten Entscheidungen zu treffen, um langfristig zu überleben”, sagte Obama bei einer Pressekonferenz in Chicago. “Die Chance sollte genutzt werden, um falsche Managment-Praktiken zu beseitigen.”

Von der Pleite bedroht sind General Motors und Chrysler. Ford verzichtete auf Hilfe und macht aus eigener Kraft weiter. Die Unternehmen müssen die Kosten reduzieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken, um mit den ausländischen Unternehmen konkurrieren zu können. “Das Überleben hängt auch von der wirtschaftlichen Entwicklung ab”, meint diese Expertin. “Im Januar und Februar werden in der Regel viele Fahrzeuge verkauft, was den Konzernen Luft verschaffen könnte.” Nutzen die Autobauer die Chance zum Neubeginn nicht, droht in den nächsten Monaten Insolvenz.