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Ist Dehaene der Ausweg aus der Fortis-Regierungskrise?

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Ist Dehaene der Ausweg aus der Fortis-Regierungskrise?

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Die Vorsitzende der belgischen Christdemokraten, Marianne Thyssen hat am Sonntagabend mit König Albert II. Gespräche über eine Beilegung der Regierungskrise geführt. Heftig spekuliert wird über eine Rückkehr des ehemaligen Ministerpräsidenten Jean-Luc Dehaene. Der 68-jährige könnte bis zu vorgezogenen Neuwahlen eine Übergangsregierung führen; zusammen mit den Kommunal- und Regionalwahlen im Juni würde dann wieder ein neues Bundesparlament gewählt.

Ebenfalls im Gespräch für eine Übergangsregierung bis zu Neuwahlen im Juni ist der Vorsitzende der Kammer, Herman Van Rompuy. Er hat aber offenbar kein Interesse. Die flämischen Liberalen fühlen sich übergangen. Als größte Fraktion im Parlament verlangen sie ein Mitspracherecht, doch scheint es für Beobachter klar zu sein, dass nicht Guy Verhofstadt sondern Marianne Thyssen die Entscheidung über den künftigen belgischen Regierungschef treffen wird. Der wegen der Fortis-Krise zurückgetretene Ministerpräsident Yves Leterme will erst dann wieder politische Ämter übernehmen, wenn er vom Vorwurf freigesprochen wird, die Justiz im Verfahren über den Fortis-Verkauf an BNP Parisbas beeinflußt zu haben.