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Israelische Spitzenpolitiker fordern Militäroffensive im Gazastreifen


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Israelische Spitzenpolitiker fordern Militäroffensive im Gazastreifen

Nach den verstärkten Angriffen radikaler Palästinenser auf israelische Grenzorte am Gazastreifen hat Israels Außenministerin Tsipi Livni mit einer Militäroffensive gedroht – für den Fall, dass sie im Februar zur Regierungschefin gewählt wird. Eine von ihr geführte Regierung würde den Sturz der Hamas-Führung des Gazastreifens als strategisches Ziel setzen. Dazu würden militärische, wirtschaftliche und diplomatische Mittel eingesetzt werden.

Auch der Chef der oppositionellen Likud-Partei, Benjamin Netanjahu forderte Reaktionen – bei einem Besuch der von Raketen getroffenen Stadt Sderot. Israel müsse aufhören, Raketenangriffe passiv hinzunehmen, und müsse zu aktiver Verteidigung übergehen, sagte Netanjahu. Auf lange Sicht dürfe eine iranische Hamas-Basis, die israelische Städte angreife, nicht geduldet werden. Der amtierende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert reagierte bisher ausweichend auf Forderungen, umgehend mit einer Militäroffensive auf die palästinensischen Angriffe zu antworten. Kämpfer der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad feuerten allein am Sonntag 14 Kassam-Raketen auf israelische Grenzorte am Gazastreifen ab. Bei einem Hubschrauberangriff der israelischen Luftwaffe wurde am Sonntag eine einsatzbereite Raketen-Abschussrampe im nördlichen Gazastreifen zerstört, erklärte ein Militärsprecher. Die militanten Palästinenserorganisationen wollen mit den Raketenangriffen ein Ende der israelischen Blockade des Gazastreifens erzwingen. Israel nennt hingegen als Bedingung für eine Lockerung der Blockade einen vollständigen Stopp der Raketenangriffe.
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