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Neue Krisengespräche beim belgischen König

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Neue Krisengespräche beim belgischen König

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Belgiens König Albert II. hat seine Gespräche zur Lösung der Regierungskrise fortgesetzt.

Bisher hat der Monarch das Rücktrittsgesuch von Ministerpräsident Yves Leterme nicht angenommen, lotet noch aus, wer der Spitzenjob übernehmen soll.

Leterme hat erklärt, er stehe dafür nicht zur Verfügung. Eine größere Regierungsumbildung soll vermieden werden, damit das Königreich in der schweren Wirtschaftskrise handlungsfähig bleibt. Der Christdemokrat Leterme soll im Streit um den Verkauf der Fortis-Bank, Einfluß auf ein Brüsseler Gericht ausgeübt haben. Der Analyst Hervé de Ghellinck glaubt: “Das beste wäre mit der Fünf-Parteien-Koalition weiterzumachen. Das geht am schnellsten. Es reicht den Ministerpräsidenten und den Justizminister auszutauschen. Die anderen handeln eine neue Regierungserklärung aus. Das kann jetzt noch schneller gehen, weil Leterme seinen Rückzug angekündigt hat.”

Als möglicher neuer Ministerpräsident wird Jean-Luc Dehaene gehandelt. Er hatte von 1992 bis 1999 den Job schon mal inne. Er gilt als erfahren und durchsetzungsstark.
Auch im Gespräch ist Guy Verhofstadt. Der quirlige Liberale war nach Dehaene Ministerpräsident und ist in Belgien äußerst beliebt.

König Albert II. wird voraussichtlich am heutigen Montag über die Personalie entscheiden.