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Toyota in der Krise - erster Verlust der Konzerngeschichte

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Toyota in der Krise - erster Verlust der Konzerngeschichte

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Die globale Konjunkturkrise hat auch den japanischen Autobauer Toyota ausgebremst. Erstmals in der Konzerngeschichte legt Toyota im laufenden Geschäftsjahr einen operativen Verlust vor.

Nach einem Rekordgewinn im Vorjahr kommt der Branchenprimus zum Bilanzstichtag 31. März 2009 auf einen Fehlbetrag von rund 1,2 Milliarden Euro. Zudem schockte Toyota die Märkte mit einer kräftig nach unten korrigierten Geschäftsprognose. Vorstandschef Katsuaki Watanabe sprach von einer sehr schwierigen Situation. Die Weltwirtschaft sei in einer Krise, wie sie alle hundert Jahre einmal vorkomme. In der Krise will sich Toyota gesund schrumpfen und sich stärker auf Wachstumsbereiche konzentrieren. Die Entwicklung kleiner und umweltfreundlicher Autos soll vorangetrieben werden. Diese aggressive Strategie findet die Zustimmung der Regierung, die mit einer tiefgreifenden Rezession fertig werden muss. Ministerpräsident Taro Aso spricht sich angesichts alarmierender Konjunkturdaten für entschlossenes Handeln aus. Japan, so sagt er, habe dabei eine hohe internationale Verantwortung. Sein Kampf gilt vor allem der massiven Yen-Aufwertung. Die zunehmende Stärke der Landeswährung bescherte Nippon im November das höchste Handelsbilanzdefizit in drei Jahrzehnten. Grund war die zusammenbrechende Exportwirtschaft, von der Japan abhängig ist. Je teurer der Yen, desto weniger wettbewerbsfähig werden japanische Produkte auf den Weltmärkten. Tokio bereitet die Bürger auf ein hartes Neues Jahr vor.