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Belgischer Ex-Regierungschef soll Wege aus der Krise suchen

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Belgischer Ex-Regierungschef soll Wege aus der Krise suchen

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Der ehemalige belgische Ministerpräsident Wilfried Martens soll die Regierungskrise im Land beenden. König Albert II. beauftragte Martens am Montag abend offiziell damit, in Erkundungsgesprächen die Möglichkeiten für eine neue Regierungskoalition auszuloten. Martens gilt als einer der erfahrensten und angesehensten Politiker des Landes. Er wolle so schnell wie möglich eine Einigung erzielen, sagte er.

Drei Tage lang hatte der König in Einzelgesprächen nach einer Lösung gesucht, bevor er den Rücktritt der Regierung annahm. In die Affäre um das Bankhaus Fortis sollen mehrere Minister verwickelt sein, unter ihnen auch der mächtige Vize-Regierungschef und Finanzminister Didier Reynders. Der bisherige Ministerpräsident Yves Leterme veröffentlichte eine Erklärung, in der er alle Vorwürfe zurückwies: Er habe nie auf den Gang der Justiz Einfluss nehmen oder die Justiz behindern wollen. In der Affäre geht es um den Verkauf von Fortis an die französische BNP Paribas. Viele Fortis-Aktionäre hatten gegen das Geschäft geklagt. Leterme soll versucht haben, Druck auf die Richter auszuüben, um sie zu bewegen, grünes Licht für den Verkauf zu geben.