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Atempause im Gazastreifen: Hamas stimmt eintägiger Feuerpause zu

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Atempause im Gazastreifen: Hamas stimmt eintägiger Feuerpause zu

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Eine eintägige Waffenruhe hat den Palästinensern am Montag die Möglichkeit gegeben, Lebensmittel und Treibstoff in den Gazastreifen liefern zu lassen. Die Hamas hatte nach mehrtägigen, heftigen Raketenangriffen auf Israel zugestimmt, das Feuer für 24 Stunden einzustellen. Tatsächlich schlugen am Montag nur zwei Mörsergranaten im israelischen Grenzgebiet ein. Hamas-Sprecher Ayman Taha erklärte, der eintägige Waffenstillstand sei auf Bitten der ägyptischen Vermittler zustandegekommen: “Es ging darum, Lebensmittel und Medizin in den Gazastreifen zu liefern. Wir haben das diskutiert und dann einer Feuerpause zugestimmt, um die Hilfslieferungen zu ermöglichen.”

Aber die Lage ist weiterhin angespannt. Im Grenzgebiet fuhren israelische Panzer auf, Soldaten bereiteten sich auf eine mögliche Offensive vor. Die Hamas hatte zuvor mit neuen Selbstmordanschlägen in Israel gedroht. Israel wiederum kündigte an, auf Angriffe aus dem Gazastreifen auch mit militärischen Mitteln zu reagieren. Israels Außenministerin Zipi Livni will am Donnerstag nach Kairo reisen, um unter anderem mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak über die prekäre Situation zu beraten. Unterdessen traf Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Moskau mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zusammen. Dabei sagte Medwedew, Russland sei weiter bereit, mit der palästinensischen Autonomiebehörde zusammenzuarbeiten. Möglicherweise findet im kommenden Jahr eine Nahost-Friedenskonferenz in Russland statt.