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EU entdeckt brasilianische Vorlieben

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EU entdeckt brasilianische Vorlieben

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Die Europäische Union und Brasilien wollen bei der Überwindung der internationalen Finanzkrise künftig “mit einer Stimme” sprechen. Das haben der französische Präsident und EU-Ratsvorsitzende Nicolas Sarkozy und sein brasilianischer Kollege Luiz Inácio Lula da Silva beim zweiten EU-Brasilien-Gipfel vereinbart.

Die Positionen beider Seiten lägen so nahe beieinander, dass dieses Ziel schon beim Gipfel der G20-Länder für eine neue Weltfinanzordnung im April in London zu erreichen sei, meinte Sarkozy. Diese Allianz sei Ausdruck der von beiden Seiten angestrebten strategischen Partnerschaft. Weiteres Thema: Umwelt. “Wenn Brasilien es schafft, seinen ehrgeizigen Plan gegen das Abholzen umzusetzen,” so der Präsident der EU-Kommission Jose Manuel Barroso, “dann wird es damit zum weltweit führenden Klimaretter.” Sarkozy – diesmal als französischer Präsident – betonte die Bedeutung des Gastlandes und sprach sich dafür aus, dass Brasilien einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat erhalten sollte. Und am Dienstag spricht er mit Lula da Silva übers Geschäft – das Rüstungsgeschäft. Fünfzig Transporthubschrauber will Brasilien für seine Armee kaufen, dazu vier U-Boote, um seine ölfelder vor der Küste effektiver zu schützen. Auftragswert nach Medienschätzungen: 8,6 Milliarden Euro. Frankreich würde damit Deutschland als Lieferanten ablösen: Seit Mitte der Achtziger kamen die U-Boote für Brasilien von HDW in Kiel.