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Das Geschäft mit den Touristen bommt wieder im "heilihen Land"

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Das Geschäft mit den Touristen bommt wieder im "heilihen Land"

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Es wird wieder voll in Bethlehem. Die “Hauptstadt des Christentums”, wie sie Fremdenführer gern nennen, scheint die 2. Intifada mit ihren wirtschaftlich verheerenden Folgen überwunden zu haben, und dann hat auch noch der Papst angekündigt, im kommenden Jahr das heilige Land zu besuchen.

Die Touristen jedenfalls sind schon da. Vor dem Eingang zur Grotte in Jesu Geburtskirche muß man sich schon anstellen.. Mehr als doppelt so viele wie 2007 kamen bisher, samt Weihnachtszeit, die bekanntlich die Hoch-Zeit ist für Besuche in Bethlehem, wird man erstmals wieder auf andert-halb Millionen Gäste in einem Jahr kommen. In Bethlehem steht übrigends auch das einzige 5-Sterne-Hotel in den Palästinensergebieten. Inzwischen ist es wieder ratsam, sein Hotel in Bethlehem vorher zu buchen – alles bis in den Januar hinein belegt! Und zwar in allen 19 Hotels der Stadt. Im Intercontinetal freut sich Direktor Jonny Qtattan über den “imensen Zuwachs in diesem Jahr.” Seit Mitte des Jahres sei es nur aufwärts gegangen. Ähnlich gut gehen die Geschäfte der Souvenir-Händler. Die Holzschnitzer brauchen sich um den Absatz ihren Arbeiten aus Olivenholz keine Sorgen mehr zu machen. Bürgermeister Victor Batarseh, ein palästinensischer Christ, rechnet vor: 35- 40.000 Besucher werden zum Weihnachtsabend erwartet; zwischen 100 – und 120.000 Besucher zählt Bethlehem wieder pro Monat. Er sagt: “Wir sind wirklich glücklich und zufrieden.” Das ist auch der von Israelis und Palästinensern gemeinsam betriebenen Tourismuswerbung in Lateinamerika und Europa zu verdanken. Selbst Touristen aus Osteuropa und Russland, die Pauschalurlaub an Ägyptens Stränden gebucht haben, machen Abstecher nach Bethlehem. Damit das Geschäft nicht nur zur Weihnachtszeit läuft, hatte die Autonomiebehörde im Sommer Investoren aus arabischen und westlichen Ländern eingeladen – mit dem Ergebnis, daß Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar hereinkommen. Es boomt in Bethlehem – trotz der Mauer, die die Stadt von drei Seiten einschnürt.