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In Guinea erklärt sich Putschist zum Präsidenten

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In Guinea erklärt sich Putschist zum Präsidenten

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Im westafrikanischen Guinea hat sich der Führer der Putschisten ungeachtet internationaler Kritik zum Übergangspräsidenten erklärt. Tausende Menschen jubelten Hauptmann Moussa Dadis Camara zu, als er in einem Konvoi durch die Haupstadt Conakry fuhr. Der bisher unbekannte Offizier führt eine 32-köpfige Militärregierung an.

Teile der Bevölkerung befürworten die Machtübernahme. In dem rund neun Millionen Einwohner zählenden Guinea hatten sich die Spannungen wegen steigender Lebensmittel- und Energiepreise zuletzt verschärft. Die Aufständischen machen die Politik für die wirtschaftliche Krise veranwortlich und beschuldigen sie der Korruption. In einer Fernsehansprache kündigte Camara eine “glaubwürdige und transparente” Präsidentenwahl bis Ende 2010 an. Unterdessen hat die Afrikanische Union die Machtübernahme verurteilt und den Militärs mit harten Sanktionen gedroht. Anlass für den Militäraufstand war der Tod des bisherigen Präsidenten Lansana Conté.