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China schickt Anti-Piraten-Schiffe ans Horn von Afrika

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China schickt Anti-Piraten-Schiffe ans Horn von Afrika

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Chinesische Marineschiffe sind zu einem Anti-Piraterie-Einsatz in Richtung Somalia gestartet. Das ist der erste mögliche Kampfeinsatz außerhalb des eigenen Territoriums seit Jahrhunderten. Zwei chinesische Zerstörer und ein Versorgungsschiff mit insgesamt bis zu 1000 Seeleuten stachen von einem Hafen der südchinesischen Insel Hainan aus in See. Die Schiffe sollen sich an den Patrouillen internationaler Kriegsschiffe im Golf von Aden beteiligen.

Die Gewässer gelten als «Hauptschlagader» des Welthandels mit 25 000 Schiffsbewegungen pro Jahr. Kommandant Du Jingchen: “Jedes Schiff bekommt seine eigenen Aufgaben – aber das wichtigeste gemeinsame Ziel ist der Schutz der Handelsschiff im Golf von Aden. Zum Schutz von Schiff und Ladung werden wir sie eskortieren.” Vor Somalia ist die deutsche Marine mit vorerst gut 250 Mann im Einsatz, als Teil der EU-Mission Atalanta unter britischer Führung. Sie wurde bereits von einem ägyptischen Frachter zu Hilfe gerufen. Auch Japan könnte schon bald Anti-Piraten-Einheiten schicken. Seit Anfang des Jahres haben Piraten 110mal angegriffen und 42 Schiffe gekapert, 14 sind noch in ihrer Gewalt.